No risk no fun: Die reine Beitragszusage ist eine echte Chance

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Als „größte Reform der betrieblichen Altersvorsorge in den vergangenen 30 Jahren“ bezeichnen Experten die geplante Neuregelung der Betriebsrente. Innerhalb der Branche spricht man sogar von einem Paradigmenwechsel. Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) will die Bundesregierung die betriebliche Altersvorsorge (bAV) für kleinere Arbeitgeber und Beschäftigte mit geringerem Einkommen attraktiver machen. Kern der Betriebsrentenreform ist das neue Sozialpartnermodell. Es erlaubt eine reine Beitragszusage und wird somit flankiert durch steuer-, aufsichts- und sozialversicherungsrechtliche Regelungen.

Allerdings sorgt das Vorhaben für erheblichen Zündstoff. Ob Tarifexklusivität, Wegfall der Arbeitgeberhaftung, reine Beitragszusage oder Garantieverbot – ein Novum in der Geschichte der bAV – die Debatte läuft auf Hochtouren. Doch bei aller Kritik kann man die reine Beitragszusage und den Verzicht auf Garantien auch als eine neue Chance für Kapital gedeckte Altersvorsorge sehen – und zwar nicht nur für die bAV.

Mit diesem Blog wollen wir Sie informieren, Ihre Fragen beantworten und uns mit Ihnen austauschen. Was halten Sie von der reinen Beitragszusage? Wie schätzen Sie das Garantieverbot ein? Diskutieren Sie mit unseren Experten: Axel Helmert, Werner Hlawa, Stefan Nörtemann und Christian Weber. Wir freuen uns auf Ihre Meinung, Ihre Anregungen und einen spannenden Austausch mit Ihnen.

Letzte Beiträge

Kapitalanlage & Sicherungsinstrumente bei der reinen Beitragszusage

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Die Beteiligung der Sozialpartner bei der Ausgestaltung der reinen Beitragszusage (rBZ) umfasst neben der Auswahl und Kalibrierung der Sicherungsinstrumente zur Begrenzung der Volatilität des Versorgungskapitals und der lebenslangen Zahlungen auch die Kapitalanlage. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben müssen die Sozialpartner Entscheidungen treffen über die Kapitalanlagerisiken, die sie bereit...

Kapitalanlage bei der reinen Beitragszusage

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In der öffentlichen Debatte über die reine Beitragszusage sowie in diversen Diskussionen, die wir führen, kommt häufig die Frage auf, warum der Verzicht auf Garantien ein Fortschritt für die betriebliche Altersversorgung sein soll. In der Gesetzesbegründung zum Betriebsrentenstärkungsgesetz wird die Auffassung vieler Experten zitiert, dass Garantien auch Nachteile haben. Eine Garantie impliziert...

Ergebnisbericht „reine Beitragszusage“ von aba und IVS

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Als mit der Veröffentlichung des Referen­ten­ent­wurfs im Oktober 2016 das Betriebsrentenstärkungsgesetz und damit die reine Beitragszusage erste Gestalt annahmen, erkannten die Aktuare schnell Handlungsbedarf zur frühzeiteitigen Aufarbeitung und Klärung aktuarieller Fragestellungen. So wurde die Arbeitsgruppe „Zielrente“ gegründet, als gemeinsames Projekt des Instituts der...

Der Förderbetrag im Entwurf zum bAV-BMF-Schreiben

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In meinem Beitrag „Entwurf zum BMF-Schreiben zur bAV“ habe ich mich mit den Änderungen befasst, die § 3 Nr. 63 und 63a EStG betreffen. Heute möchte ich die Ausführungen, die in der Nummer 15 bAV-Förderbetrag (Randziffern 362 bis 362z sowie 363 bis 363i) dargestellt sind, kurz exzerpieren und kommentieren. Begünstigte Beiträge Mit § 100 EStG wird zum 1. Januar 2018 durch das...

3 Punkte Sieg für die reine Beitragszusage

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In meinem letzten Beitrag „Sicherheit statt Garantie?“ ging es um die Wirkungsweise der Sicherungsinstrumente. Dazu habe ich die These aufgestellt, dass bei einer reinen Beitragszusage jeder Grad an Sicherheit von „keine Sicherheit“ bis „sehr nahe an eine Garantie“ erreicht werden kann! In den Reaktionen, die ich dazu erhielt, fand sich die Frage, warum man anstatt „sehr nahe an eine Garantie“...

Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung bei reiner Beitragszusage

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In einem früheren Beitrag haben wir uns mit der Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung bei reiner Beitragszusage beschäftigt. Wir haben über die Ausbalancierung unterschiedlicher Absicherungsziele gesprochen, Ausbalancierung zwischen der Altersvorsorge einerseits und der Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung andererseits. Bei gegebenem Finanzierungsrahmen gehen hohe Leistungen für...

Entwurf zum BMF-Schreiben zur bAV

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Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz wurden mit Wirkung ab 1. Januar 2018 zahlreiche Änderungen bei den steuerlichen Regelungen der betrieblichen Altersversorgung beschlossen. Diese Änderungen sollen in das BMF-Schreiben vom 24. Juli 2013 „Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge und betrieblichen Altersversorgung“ eingearbeitet werden. Einen 41-seitigen Entwurf des überarbeiteten...

Neues Erwachen der Riesterverträge mit BU-Schutz

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Die bAV-Riester-Verträge können und werden durch die Änderungen im Betriebsrentenstärkungsgesetz aus ihrem bisherigen Schattendasein heraustreten. Damit ist es nicht nur notwendig, bei diesen Verträgen verschiedene Fördertöpfe (Fördertöpfe in bAV-Riesterverträgen) zu führen, sondern auch einen zusätzlich eingeschlossenen BU-Schutz (Berufsunfähigkeitsschutz) verwalten zu können. Gesetzliche...

Sicherheit statt Garantie

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„‘Keine Garantieleistung‘ bei der neuen Betriebsrente bedeutet ja auch keineswegs automatisch ‚keine Sicherheit‘.“ Diese Äußerung von Andrea Nahles fiel mir kürzlich ins Auge und ich dachte: Ja genau, dafür hat der Gesetzgeber uns ja ein ganzes Instrumentarium mit auf den Weg gegeben. Christian hat die kollektiven Puffer und deren mögliche Wirkungsweise in seinem letzten Beitrag ausführlich...

Kollektive Kapitalpuffer für Versorgungsanwärter

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In kollektive Kapitalpuffer haben wir über die Verwendung kollektiver Kapitalpuffer zur Glättung der Erträge und zur Abfederung von Schocks am Kapitalmarkt gesprochen. Ausgangspunkt waren die Veranlagungsvorschriften bei der reinen Beitragszusage und die Anforderungen zur Begrenzung der Volatilität des Vorsorgungskapitals und der lebenslangen Zahlungen. Wir haben den impliziten Puffer für die...

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